Die Stadtkirchenorgel - Klangwunder und Trösterin



Optisch beherrscht sie zusammen mit der Kanzelwand den Kirchenraum. Das Auge kann schwelgen in den prächtigen Flachschnitzereinen  in slavonischem Ulmenholz. Vor 30 Jahren wurde die Orgel im Zuge der Renovierung der Kirche von Mönch & Prachtel erneuert. Seither hat man sie weiter entwickelt und ausgebaut mit klangschönem Salicional-Achtfuß-Register, elektronischer Setzeranlage, Crescendo-Walze, Röhrenglocken und Celesta.

Die Musik der Stadtkirchenorgel be-geistert buchstäblich die Gottesdienst- und Konzertgemeinde.
Die lauten und leisen Töne dieser Orgel klingen in unseren Inneren nach und bauen eine Brücke zu Gott. Nur selten können sich Menschen Gott entziehen, wenn er mit Orgelmusik zu uns kommt. Da fühlen wir uns geborgen, getröstet. Die Stadtkirchenorgel ist eine begnadete Trösterin. Und sie ist noch mehr:
Sie ist dazu da, dass unsere Seele Nahrung erhält, damit wir immer neu gestimmt werden, orientiert auf Gott, den Schöpfer und Erhalter unserer Welt. "Die Orgel ist Nachklang des Schöpfungsliedes", sagt Johann Gottfried Herder. Sie bringt unsere Seele zum Schwingen und verleitet uns immer wieder „aus uns herauszugehen“ und zu singen – vielleicht sogar ein Loblied. Denn das ist nicht nur Nahrung für die Seele sondern lässt die Seele aufatmen.

Du meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge
zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben
hier preisen auf der Erd;
ich will ihn herzlich loben,
solang ich leben werd.
Text: Paul Gerhardt 1653

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