Taufe, Abendmahl, Predigt



Der Künstler Roland Martin wählte 1978 die Form des offenen Kelches für Taufe, Altar und Ambo.

Der Kelch ist offen, wie eine Blume, wie geöffnete Hände. Symbol des Empfangens. Wie eine Blume das Sonnenlicht empfängt, so empfangen wir die Liebe Christi, der auf uns herabschaut. Damit sind wir gesegnet. Segen bedeutet Gedeihen, Wachsen, Fülle, Freude – lauter Dinge, die der Jugendstil in seiner Blütenornamentik ausdrücken möchte. In Taufe, Abendmahl und im Hören auf Gottes Wort werden wir beschenkt mit Wertvollem. Deshalb auch der „goldene Kern“ der bei genauem Betrachten in den Werken Roland Martins schimmert.

Der alte Gärtner
Ich habe sie selber gezogen aus einem winzigen Kern.
Nun hat sie ihre Blüte geöffnet gleich einem Stern.
Ich stehe davor und schaue und fühl nicht der Arbeit Last.
Mir ist so still zumute, als sei ich bei Gott zu Gast,
als wären Glieder und Hände schon nicht mehr mein,
als müsste ich nur wie die Blüte geöffnet sein.
Hermann Claudius

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