Vier Apostel



Vier Apostel an der Fassade zeigen, auf welches Fundament die Kirche gebaut ist. Sie sind 2,60m hoch und 32 Zentner schwer. Im Inneren sind die Modelle zu sehen.
Neben den Evangelisten Matthäus (mit Engel) und Johannes (mit Adler) sind in Erinnerung an die abgebrannte Peter- und Paulskirche jene beiden Apostel gezeigt, die Eckpfeiler auch der neuen Kirche sein sollen. Paulus und Johannes stammen aus der Werkstatt des Tuttlinger Bildhauers Christian Teufel. Petrus und Matthäus von Lindenberger und Rühle aus Stuttgart.

Die vier Figuren reden vom einen Auftrag der Kirche auf unterschiedliche Weise:
Petrus in temperamentvoller Art, im Wissen um seine Fehlbarkeit und Schwäche. Er hatte den Herrn verleugnet. Trotzdem baute Christus auf ihm und um ihn seine Kirche. Den Schlüssel trägt Petrus stellvertretend für alle Jünger. Er steht für den Auftrag, der allen Christen gegeben ist: Sich gegenseitig Schuld zu vergeben.
Paulus, zuerst Verfolger der Christen, dann – nachdem ihn Christus wie ein Blitz getroffen hat – zum Weltmissionar berufen, Prediger mit scharf geschliffenem Wort.
Matthäus, der in besonderer Weise die Linie vom ersten zum zweiten Testament auszieht und deutlich macht: Was seinen Anfang bei Adam, dem Sinnbild des Menschen an sich nimmt, mündet zwangsläufig in das Geschehen von Kreuz und Auferstehung.
Johannes, der in feinsinniger Sprache auf Menschen anderer Kulturräume werbend zugeht und für den das Geschehen am Kreuz von Golgatha der grandiose Sieg Gottes über alle Todesmächte ist.

Die vier erzählen von vergangnen Tagen, von Gottes Spuren Gottes, die ins Leben der Menschen hineinreichen.

Wir haben Gottes Spuren festgestellt
auf unsern Menschenstraßen,
Liebe und Wärme in der kalten Welt,
Hoffnung, die wir fast vergaßen.

Zeichen und Wunder sahen wir geschehn
in längst vergangnen Tagen,
Gott wird auch unsre Wege gehn,
uns durch das Leben tragen.
Text: Diethard Zils (1978)

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