Kanzel und Kruzifix



Dreimal das Symbol Schlange: Die Schlange der Versuchung im Paradiesgarten Eden, der Sündenfall. Sinnbild der Selbstverstricktheit des Menschen.
Dann die an einem Kreuz erhöhte Schlange als das Heilssymbol des Mose während der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Da sagte das Zeichen: Keine Krankheit kann euch treffen, kein Gift euch schaden. Gott ist da.
Schließlich das Heilszeichen des gekreuzigten Christus. Das Kreuz Christi wächst nach einer alten Legende aus dem Schädel Abrahams und durchbohrt die Schlange als Zeichen für die Vernichtung alles Bösen.

Hier wird von der Kanzel aus in Bildern gepredigt:
Kirche lebt in der Welt. Gemeinde wirkt mitten in der Stadt. Da gibt es Unheil, das Böse und Leid. Aber: Unheil und Leid haben nicht das letzte Wort. Das Kreuz steht für deren Überwindung.
Dafür steht auch das Kruzifix seit 1865 hier. Bewusst als Gegenüber des einladend tröstenden Christus auf der Empore aufgestellt. Die beiden dominieren das Kirchenschiff. Sie bestimmen die Kirche und die Gemeinde. Der menschlich solidarisch leidende Jesus und der einladend tröstende Christus. Nichts kann uns aus seiner Liebe herausreißen.

Kreuz, auf das ich schaue, steht als Zeichen da;
der, dem ich vertraue, ist in dir mir nah.

Kreuz, zu dem ich fliehe aus der Dunkelheit;
statt der Angst und Mühe ist nun Hoffnungszeit.

Kreuz, von dem ich gehe in den neuen Tag,
bleib in meiner Nähe, daß ich nicht verzag.
Text: Eckart Bücken 1982

 

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